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Von RTX 20 auf RTX 50

Porträt von Leon FischerVon Leon Fischer · Daten geprüft von Daniel Krüger · Aktualisiert
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Umstieg von GeForce RTX 2060/2070/2080 auf GeForce RTX 5070/5070 Ti.

RTX 50 bietet gegenüber Turing die deutlich bessere Raytracing-Leistung und DLSS 4 mit Frame Generation. Ein lohnender Sprung, besonders für 1440p und 4K.

Lohnt sich der Umstieg von GeForce RTX 2060/2070/2080 auf GeForce RTX 5070/5070 Ti?

Ja, wenn deine RTX 2060, 2070 oder 2080 in aktuellen Spielen bei 1440p oder gar 4K schon spürbar ins Schwitzen kommt. Die Turing-Generation ist mittlerweile über sechs Jahre alt, und speziell die 6 GB Speicher der RTX 2060 bremsen moderne Titel oft stärker als die reine Rechenleistung.

Für reine 1080p-Spieler mit genügsamen Titeln ist der Sprung dagegen oft übertrieben. Wer aktuell mit der RTX 2070 oder 2080 noch flüssig spielt und keine Raytracing-Ambitionen hat, kann durchaus noch eine weitere Generation abwarten oder sich die Frage stellen, ob nicht ein günstigeres Upgrade über weitere Aufrüst-Wege sinnvoller ist.

Was du dafür neu kaufen musst

Die Grafikkarte selbst ist nur ein Teil der Rechnung. Eine RTX 5070 oder 5070 Ti braucht oft ein neues Netzteil, vor allem wenn dein aktuelles noch aus der Ära der RTX 2000er-Serie stammt und unter 650 Watt liefert oder keinen modernen 12V-2x6-Anschluss besitzt.

Konkret solltest du einplanen: ein Netzteil ab 650 bis 750 Watt mit ausreichend PCIe-Leistung, eventuell ein neues Gehäuse, falls die Karte mit ihrer Kühlerlänge nicht passt, und im Idealfall einen aktuellen Prozessor, damit die neue Grafikkarte nicht ausgebremst wird.

Weiterverwenden kannst du in vielen Fällen Gehäuse, Speicher, SSD und sogar das Mainboard, sofern ein freier PCIe-x16-Steckplatz vorhanden ist und das BIOS aktuell ist. Ob dein System stimmig zusammenspielt, prüfst du am besten mit dem Bottleneck-Rechner.

Was der Wechsel praktisch bringt

Der Leistungssprung von Turing zu Blackwell ist erheblich. Schätzungen zufolge liegt eine RTX 5070 in der reinen Rasterleistung oft mehr als doppelt so hoch wie eine RTX 2070, bei der RTX 5070 Ti fällt der Abstand zur RTX 2080 noch deutlicher aus.

Im Alltag merkst du das an spürbar höheren und vor allem stabileren Bildraten, besonders in Verbindung mit DLSS 4 und Frame Generation, die auf den älteren Karten so nicht verfügbar waren. Raytracing wird von einer bloßen Zusatzoption zu einer echten Option für den Dauereinsatz.

Für genauere, auf deine Auflösung und Lieblingsspiele zugeschnittene Schätzwerte lohnt sich ein Blick in den FPS-Schätzer. Alle Angaben hier sind grobe Richtwerte, Details zur Berechnung findest du in der Methodik.

Auch spürbar: Neue Spiele mit hohem VRAM-Bedarf laufen auf der 2060 mit ihren 6 GB oft nur mit reduzierten Texturen. Die 12 bis 16 GB der neuen Karten schaffen hier deutlich mehr Puffer für kommende Jahre.

Kosten und Aufwand

Für eine RTX 5070 solltest du aktuell mit etwa 600 bis 700 Euro rechnen, die RTX 5070 Ti liegt eher bei 800 bis 950 Euro, je nach Modell und Kühlerdesign. Hinzu kommen gegebenenfalls 80 bis 130 Euro für ein neues Netzteil.

Der Einbau selbst ist überschaubar. Alte Karte raus, neue rein, Stromkabel anschließen, Treiber installieren, das schaffst du in ein bis zwei Stunden, auch als Gelegenheitsschrauber.

Zeitlich aufwendiger wird es nur, wenn du zusätzlich das Netzteil tauschst oder Kabel neu verlegen musst. Plane dafür lieber einen halben Nachmittag ein, damit du in Ruhe arbeiten und am Ende noch testen kannst.

Stolperfallen und was du vorher prüfen musst

Die häufigste Falle ist ein zu schwaches oder zu altes Netzteil. Prüfe unbedingt mit dem Netzteil-Rechner, ob deine aktuelle Einheit die neue Karte inklusive Prozessor sicher versorgt.

Zweiter Punkt: die physische Größe. Viele RTX 5070 Ti-Modelle sind über 30 Zentimeter lang und brauchen drei Steckplätze Platz, ältere Gehäuse aus der Turing-Zeit sind darauf nicht immer ausgelegt.

Dritter Punkt: das Mainboard-BIOS. Gerade bei älteren Boards, die ursprünglich mit einer RTX 2000er-Karte ausgeliefert wurden, lohnt sich ein BIOS-Update vor dem Einbau, damit Resizable BAR und PCIe-Kompatibilität einwandfrei funktionieren.

Nicht zuletzt solltest du alte Grafiktreiber sauber deinstallieren, bevor du die neue Karte einbaust, um Konflikte zu vermeiden. Ein Blick auf die Stromkosten im Dauerbetrieb lohnt sich ebenfalls, praktisch dafür ist der Stromkosten-Rechner.

Wann du besser wartest oder eine Alternative wählst

Wenn dein Prozessor noch aus der gleichen Ära wie die RTX 2060 stammt, etwa ein älterer Core i5 oder Ryzen 5 der ersten Generationen, bremst er die neue Grafikkarte in vielen Spielen deutlich aus. Dann ergibt ein CPU-Upgrade oft mehr Sinn als zuerst die Grafikkarte zu tauschen.

Auch wer hauptsächlich in 1080p mit moderaten Grafikeinstellungen spielt und mit seiner aktuellen Bildrate zufrieden ist, muss nicht zwingend jetzt umsteigen. Hier kann eine gebrauchte RTX 3070 oder 4070 als Zwischenschritt günstiger sein.

Fazit

Für alle mit RTX 2060, 2070 oder 2080, die spürbar an Leistungsgrenzen stoßen, ist der Sprung auf RTX 5070 oder 5070 Ti ein lohnender, deutlich spürbarer Generationswechsel. Wichtig ist nur, das gesamte System mitzudenken, vom Netzteil bis zum Prozessor, damit die neue Karte ihr Potenzial auch tatsächlich entfalten kann.

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Über den Autor
Porträt von Leon Fischer
Leon Fischer
Redakteur für Grafikkarten & Gaming

Leon Fischer schreibt bei pcbau-rechner.de über Grafikkarten und Gaming-Leistung. Er ordnet ein, welche GPU zu welcher CPU passt, und übersetzt die Werte der Datenbank in eine konservative FPS-Erwartung und Bottleneck-Einschätzung. Alle Bildraten sind Schätzwerte ohne Upscaling, keine gemessenen Benchmarks.

Porträt von Daniel KrügerDaten geprüft von Daniel Krüger, Technischer Redakteur

Prüfe die Balance im Bottleneck-Rechner und den Verbrauch im Stromkosten-Rechner. Mehr unter Aufrüsten.

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