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Radeon RX 6800: Verbrauch, Netzteil & passende CPUs

Porträt von Leon FischerVon Leon Fischer · Daten geprüft von Daniel Krüger · Aktualisiert
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Aktueller Preis
Radeon RX 6800
Preis aktuell nicht verfügbar · UVP ca. 429,00 €
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Technische Daten

Hersteller / FamilieAMD · RX 6000
VRAM16 GB
TGP (Board-Power)250 W
Realer Spieleverbrauch (Schätzwert)245 W
Lastspitze / Transient (Schätzwert)368 W
Stromstecker2x 8-pin
Empf. Netzteil (Hersteller)650 W
FPS pro Watt (unsere Wertung)18,8 · Rang 34 von 49
Marktstart2020

Stromverbrauch & Kosten

In einem ausgewogenen Gaming-PC (mit einer Mittelklasse-CPU) zieht ein System mit der Radeon RX 6800 beim Spielen etwa 410 W. Bei 3 h Gaming und 5 h Idle pro Tag sind das rund 604 kWh im Jahr – je nach Tarif zwischen 188,47 € und 258,73 €. Empfohlene Netzteil-Klasse: 650 W. Eigene Werte berechnen · Netzteil-Details.

Passt zu diesen Prozessoren

CPUBottleneck 1440pNetzteil

Einordnung im Line-up

Die Radeon RX 6800 gehört zur RX-6000-Familie von AMD und positioniert sich als Karte für anspruchsvolles WQHD-Gaming. Mit einem Leistungsindex von 46 von 100 Punkten bei 1440p spielt sie deutlich vor der Mittelklasse, ohne in die Sphären eines High-End-Modells vorzustoßen.

Bei Full HD erreicht die Karte einen Index von 49, was zeigt, dass hier in vielen Fällen ohnehin die CPU limitiert. Für 4K bleiben 41 Punkte, damit eignet sich die RX 6800 für UHD nur bedingt und eher mit reduzierten Details oder genügsameren Titeln.

Mit 16 GB VRAM ist die Karte für die Zukunft gut gerüstet. Gerade bei hochauflösenden Texturen in WQHD bietet der großzügige Speicher Reserven, die manch schwächer bestückte Konkurrenzkarte nicht hat.

Verbrauch & Effizienz

Die Radeon RX 6800 ist mit einer TGP von 250 Watt spezifiziert. Im realen Spielebetrieb pendelt sich der Verbrauch meist bei rund 245 Watt ein, kurzzeitige Lastspitzen können aber bis zu 368 Watt erreichen.

Bei der Effizienz liegt die Karte mit 18,8 FPS pro Watt in einem soliden, aber nicht überragenden Bereich. Neuere Architekturen erreichen hier teils deutlich bessere Werte, für eine Karte ihrer Leistungsklasse und ihres Erscheinungsjahres ist das Ergebnis dennoch angemessen.

Wer die Effizienz seiner Zusammenstellung genauer einschätzen will, kann die Werte mit dem Stromkosten-Rechner auf konkrete Nutzungsszenarien herunterbrechen. Alle genannten Werte verstehen sich als Schätzwerte, Details zur Berechnung findest du in der Methodik.

Netzteil-Bedarf

AMD empfiehlt für die Radeon RX 6800 ein Netzteil ab 650 Watt. Angeschlossen wird die Karte über zwei 8-Pin-Stecker, ein modernes ATX-3.1-Netzteil mit nativem 12V-2x6-Anschluss ist nicht zwingend nötig, aber praktisch, falls ein Umstieg auf eine neuere Grafikkarte ansteht.

Wichtiger als das reine Wattzahl-Etikett ist die Qualität der Spannungswandlung, gerade angesichts der Lastspitzen von bis zu 368 Watt. Ein Netzteil mit stabiler 12-Volt-Schiene und ausreichend Leistungsreserve verhindert Abschaltungen unter Volllast.

Wer unsicher ist, welches Modell zur eigenen Konfiguration passt, findet detaillierte Empfehlungen unter Netzteil für Radeon RX 6800. Dort sind auch Kombinationen mit unterschiedlichen Prozessoren berücksichtigt.

Beste CPU-Paarungen

Damit die Radeon RX 6800 ihre Leistung auf die Straße bringt, braucht sie einen ausgewogenen Unterbau. Bei 1440p, dem eigentlichen Zielrevier der Karte, reicht bereits ein solider Mittelklasse-Prozessor aus der aktuellen Generation aus, um kein unnötiges Leistungspotenzial zu verschenken.

Für Full-HD-Systeme mit hohen Bildwiederholraten empfiehlt sich hingegen ein Prozessor mit starker Einzelkernleistung, da hier die CPU schneller zum limitierenden Faktor wird. Eine Übersicht passender Modelle bietet die Rubrik Prozessoren.

Ob die eigene CPU-GPU-Kombination ausgewogen ist oder Leistung verschenkt wird, lässt sich mit dem Bottleneck-Rechner schnell überprüfen. Das lohnt sich besonders, wenn die RX 6800 mit einem älteren Prozessor kombiniert werden soll.

Stromkosten-Szenarien

Bei einem angenommenen Strompreis von 35 Cent pro Kilowattstunde, wie er in Deutschland derzeit üblich ist, ergibt sich für die Radeon RX 6800 eine anschauliche Rechnung. Bei einer täglichen Spielzeit von zwei Stunden und einem realen Verbrauch von rund 245 Watt fallen etwa 0,49 kWh pro Tag an, das entspricht ungefähr 17 Cent täglich.

Hochgerechnet auf einen Monat mit rund 60 Stunden Nutzung kommen so etwa 14,7 kWh zusammen, was Kosten von ungefähr 5,15 Euro entspricht. Bei intensiverer Nutzung von vier Stunden täglich verdoppeln sich diese Werte entsprechend auf rund 10,30 Euro im Monat.

Für eine genaue Kalkulation auf Basis des eigenen Strompreises und der individuellen Spielzeiten lohnt sich ein Blick in den Stromkosten-Rechner. Dort lassen sich auch die kurzzeitigen Lastspitzen von bis zu 368 Watt bei besonders fordernden Titeln berücksichtigen.

Für-wen-Fazit

Die Radeon RX 6800 eignet sich vor allem für Spieler, die in WQHD mit hohen Details spielen wollen, ohne die Preise aktueller High-End-Karten zu zahlen. Mit einer UVP von rund 429 Euro und häufig noch günstigeren Gebrauchtpreisen bietet sie ein attraktives Preis-Leistungs-Verhältnis.

Wer regelmäßig in 4K spielen möchte, sollte angesichts des Leistungsindex von 41 Punkten in dieser Auflösung eher zu einer stärkeren Karte greifen oder Abstriche bei den Detaileinstellungen einplanen. Für 1080p-Systeme mit sehr hohen Bildwiederholraten ist die RX 6800 dagegen fast schon überdimensioniert.

Mit ihren 16 GB VRAM bleibt die Karte auch für kommende Spielejahre gut gerüstet. In Kombination mit einem passenden Netzteil ab 650 Watt und einem ausgewogenen Prozessor ist die Radeon RX 6800 eine solide Wahl für alle, die WQHD-Gaming zu einem fairen Preis suchen.

Häufige Fragen

Welches Netzteil braucht die Radeon RX 6800?

AMD empfiehlt 650 W. In einem typischen Gaming-PC reicht meist die 650 W-Klasse. Details im Netzteil-Rechner.

Wie viel Strom verbraucht die Radeon RX 6800?

Unter Spielelast zieht die Karte real etwa 245 W (TGP 250 W). In einem Komplettsystem sind das rund 604 kWh und 188,47 € bis 258,73 € pro Jahr.

Welche CPU passt zur Radeon RX 6800?

Passende Prozessoren findest du im Bottleneck-Rechner.

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Über den Autor
Porträt von Leon Fischer
Leon Fischer
Redakteur für Grafikkarten & Gaming

Leon Fischer schreibt bei pcbau-rechner.de über Grafikkarten und Gaming-Leistung. Er ordnet ein, welche GPU zu welcher CPU passt, und übersetzt die Werte der Datenbank in eine konservative FPS-Erwartung und Bottleneck-Einschätzung. Alle Bildraten sind Schätzwerte ohne Upscaling, keine gemessenen Benchmarks.

Porträt von Daniel KrügerDaten geprüft von Daniel Krüger, Technischer Redakteur

Alle Verbrauchs- und Leistungswerte sind Schätzwerte.