Wie erkenne ich einen CPU-Bottleneck?
Einen CPU-Bottleneck erkennst du daran, dass die CPU beim Spielen voll ausgelastet ist, während die Grafikkarte deutlich unter 100 Prozent Auslastung bleibt. Die Bildrate stagniert dann, obwohl die Grafikkarte noch Reserven hätte. Ein zuverlässiges Anzeichen ist eine GPU-Auslastung von beispielsweise 60 bis 80 Prozent bei gleichzeitig sehr hoher CPU-Last.
Ein Flaschenhals entsteht, wenn eine Komponente die andere ausbremst. Bei einem CPU-Bottleneck rechnet der Prozessor die Bilder nicht schnell genug vor, sodass die Grafikkarte auf Daten warten muss. Das passiert häufig, wenn eine sehr starke Grafikkarte mit einer schwächeren oder älteren CPU kombiniert wird, besonders in niedrigen Auflösungen mit hohen Bildraten.
Typische Anzeichen für einen CPU-Bottleneck:
- GPU-Auslastung bleibt klar unter 100 Prozent, obwohl die Bildrate niedrig ist
- Ein oder mehrere CPU-Kerne sind dauerhaft am Anschlag
- Die Bildrate steigt kaum, wenn du die Grafikdetails senkst
- Ruckler in Szenen mit vielen Objekten, Gegnern oder komplexer Spielwelt
So prüfst du es konkret: Lass dir während des Spielens die Auslastung von CPU und Grafikkarte anzeigen, etwa über ein Overlay. Ist die GPU bei nahezu 100 Prozent, arbeitet dein System im Grafikkarten-Limit, was für Gaming der Idealfall ist. Hängt die GPU dagegen bei niedrigeren Werten fest, während die CPU voll ausgelastet ist, liegt ein CPU-Bottleneck vor.
Ein guter Gegentest ist der Wechsel der Auflösung. Steigt die Bildrate kaum, wenn du von 1440p auf 1080p heruntergehst, deutet das auf ein CPU-Limit hin, weil die CPU in beiden Fällen gleich viel zu tun hat. Sinkt die Grafiklast, aber die Bildrate bleibt gleich, ist die CPU der Engpass. In höheren Auflösungen verlagert sich die Last dagegen stärker auf die Grafikkarte, weshalb ein CPU-Bottleneck dort weniger ins Gewicht fällt.
Am schnellsten findest du heraus, ob deine Kombination im Gleichgewicht ist, mit dem Bottleneck-Rechner. Er bewertet CPU und Grafikkarte für verschiedene Auflösungen und zeigt dir, welche Komponente in welchem Szenario limitiert. So siehst du schon vor dem Kauf, ob ein Flaschenhals droht, und kannst gegensteuern.
Ein CPU-Bottleneck ist übrigens nicht immer ein Problem. In hohen Auflösungen wie 4K spielt er kaum eine Rolle, weil die Grafikkarte dort ohnehin am Limit arbeitet. Kritisch ist er vor allem, wenn du auf einem schnellen Monitor sehr hohe Bildraten anstrebst. Um zu sehen, welche Bildraten deine Kombination erreicht, nutzt du den FPS-Schätzer.
Passende Prozessoren zu deiner Grafikkarte findest du unter Prozessoren. Wie wir die Balance zwischen CPU und Grafikkarte bewerten, erklären wir auf der Seite zur Methodik.
Kurz zusammengefasst: Ein CPU-Bottleneck zeigt sich durch volle CPU-Last bei nicht ausgelasteter Grafikkarte und stagnierende Bildraten. Prüfe die Auslastung mit einem Overlay und teste verschiedene Auflösungen. In 4K ist ein CPU-Limit meist unkritisch, bei hohen Bildraten dagegen relevant. Mit dem Bottleneck-Rechner erkennst du schon vor dem Kauf, ob deine Kombination passt.
