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PC vs. PS5: Stromkosten im Vergleich

Porträt von Katrin WeberVon Katrin Weber · Geprüft von Sabine Hoffmann · Aktualisiert

Warum der Stromverbrauch beim Zocken zählt

Bei der ewigen Frage Konsole oder PC geht es meist um Leistung, Spieleauswahl und Anschaffungspreis. Ein Punkt fällt oft hinten runter, obwohl er sich über die Jahre summiert: der Stromverbrauch. Bei den deutschen Strompreisen macht es einen spürbaren Unterschied, ob deine Maschine unter Last 200 oder 500 Watt aus der Steckdose zieht. Schauen wir uns das nüchtern an.

Was die PS5 wirklich verbraucht

Sonys PS5 ist auf Effizienz getrimmt, weil sie leise und kompakt bleiben muss. In anspruchsvollen Spielen zieht die Konsole grob 180 bis 220 Watt, im Schnitt rechnen wir mit rund 200 Watt unter Last. Im Menü oder bei genügsamen Titeln liegt sie darunter, die Slim-Modelle sind noch einen Tick sparsamer. Der Ruhemodus verbraucht wenige Watt, kann sich aber über das Jahr auch bemerkbar machen, wenn die Konsole nie ganz vom Netz geht.

Was ein Gaming-PC verbraucht

Beim PC gibt es keine pauschale Zahl, weil die Bandbreite riesig ist. Grob lassen sich drei Klassen bilden:

  • Sparsamer Gaming-PC: etwa ein Ryzen 5 mit einer Mittelklasse-Grafikkarte. Unter Last rund 200 bis 280 Watt, also durchaus auf PS5-Niveau.
  • Solider Mittelklasse-PC: RTX 5070 Klasse mit einem modernen 8-Kern-Prozessor. Rund 350 bis 450 Watt beim Spielen.
  • High-End-PC: Topmodell-Grafikkarte plus starker Prozessor. Schnell 500 bis 650 Watt und mehr unter Volllast.

Ein PC muss also nicht mehr verbrauchen als eine Konsole. Ein effizient zusammengestellter Rechner kann gleichauf liegen. Wer aber auf 4K und maximale Bildraten geht, zahlt beim Strom drauf. Wie viel Netzteil deine Konfiguration überhaupt braucht und wie hoch der reale Verbrauch ausfällt, kannst du mit dem Netzteil-Rechner abschätzen.

Die Jahresrechnung bei deutschen Tarifen

Rechnen wir konkret. Als Grundlage nehmen wir einen typischen Neukundentarif von rund 27,7 ct/kWh und eine durchschnittliche Spielzeit von 2 Stunden pro Tag, also etwa 730 Stunden im Jahr. Die genauen Referenztarife und ihre Quellen findest du in unserer Strompreis-Referenz.

Die Formel ist einfach: Leistung in Kilowatt mal Stunden mal Preis pro Kilowattstunde.

  • PS5 mit 200 W: 0,2 kW x 730 h x 0,277 Euro = rund 40 Euro pro Jahr.
  • Mittelklasse-PC mit 400 W: 0,4 kW x 730 h x 0,277 Euro = rund 81 Euro pro Jahr.
  • High-End-PC mit 600 W: 0,6 kW x 730 h x 0,277 Euro = rund 121 Euro pro Jahr.

Der Unterschied zwischen PS5 und einem kräftigen PC liegt also bei etwa 40 bis 80 Euro im Jahr. Wer im teuren Grundversorgungstarif von rund 42,8 ct/kWh steckt, muss die Beträge noch einmal um gut die Hälfte nach oben korrigieren. Deine persönliche Rechnung mit deinem echten Tarif und deiner echten Spielzeit erstellst du am schnellsten im Stromkosten-Rechner.

Nicht vergessen: das Drumherum

Zum reinen Rechenkasten kommt beim PC oft noch mehr Peripherie hinzu: ein oder zwei große Monitore, ein Beleuchtungssystem, ein zweiter Bildschirm nebenher. Ein 27-Zoll-Monitor zieht 30 bis 50 Watt, das läppert sich. Bei der Konsole hängst du meist am Fernseher, der ohnehin läuft. Wer fair vergleichen will, sollte den Monitor auf die PC-Seite mit einrechnen.

Wann sich was lohnt

Rein bei den Stromkosten hat die PS5 fast immer die Nase vorn, weil sie auf einen festen, effizienten Betriebspunkt optimiert ist. Der Unterschied bewegt sich aber im Rahmen weniger Euro pro Monat und entscheidet selten allein.

Ein Gaming-PC lohnt sich, wenn du Wert auf hohe Bildraten, Mods, Multitasking, Emulatoren oder das Arbeiten am gleichen Gerät legst. Willst du gleichzeitig sparsam bleiben, setze auf effiziente Komponenten: eine moderne Grafikkarte der Mittelklasse liefert mehr Leistung pro Watt als ein altes Stromfresser-Modell. Ein Blick in die Grafikkarten-Übersicht hilft, hier bewusst zu wählen.

Die PS5 lohnt sich, wenn du einfach nur einschalten und spielen willst, wenig Platz hast und die exklusiven Sony-Titel dich reizen. Beim Strom sparst du ein paar Euro, beim Anschaffungspreis oft deutlich mehr.

Fazit

Die Stromkosten sind kein K.o.-Kriterium, aber auch nicht zu vernachlässigen. Realistisch trennen PS5 und einen kräftigen Gaming-PC 40 bis 80 Euro pro Jahr, im teuren Tarif entsprechend mehr. Wer den PC bewusst effizient zusammenstellt, kann diesen Abstand fast auf null drücken. Rechne deinen eigenen Fall mit dem Stromkosten-Rechner durch und wirf für die Hintergründe der verwendeten Preise einen Blick in unsere Methodik.

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Über den Autor
Porträt von Katrin Weber
Katrin Weber
Redakteurin für Stromkosten & Energie

Katrin Weber verantwortet bei pcbau-rechner.de Stromkosten und Energie. Sie rechnet den Jahresverbrauch nach dem Standard-Szenario der Methodik in konkrete Euro-Beträge um und pflegt die drei deutschen Referenztarife. Ihre Energiespartipps beziffert sie mit echten Ersparnissen statt mit Faustregeln.

Porträt von Sabine HoffmannGeprüft von Sabine Hoffmann, Chefredakteurin

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