Wie viel FPS braucht das Auge wirklich?
Das menschliche Auge nimmt Bewegung bereits ab etwa 24 Bildern pro Sekunde als flüssig wahr, doch für Gaming fühlen sich 60 Bilder pro Sekunde deutlich besser an und viele Spieler bemerken Unterschiede bis 120 oder 144 Bilder pro Sekunde und darüber. Es gibt keine harte Obergrenze, ab der das Auge nichts mehr wahrnimmt. Höhere Bildraten sorgen für flüssigere Bewegungen und schnellere Reaktionen.
Die verbreitete Zahl von 24 Bildern pro Sekunde stammt aus dem Kino und reicht, damit Bewegung nicht als Diashow wirkt. Beim Spielen ist die Situation aber anders, weil du aktiv mit dem Bild interagierst und schnelle Kamerabewegungen ausführst. Dabei zeigt sich, dass mehr Bilder pro Sekunde die Wahrnehmung spürbar verbessern, auch weit jenseits der 24er-Marke.
Wie sich verschiedene Bildraten anfühlen:
- 30 Bilder pro Sekunde: spielbar, aber bei schnellen Bewegungen sichtbar ruckelig
- 60 Bilder pro Sekunde: flüssig und für die meisten Spiele ein guter Standard
- 120 bis 144 Bilder pro Sekunde: merklich geschmeidiger, klarer Vorteil bei schnellen Spielen
- 240 Bilder pro Sekunde und mehr: vor allem für kompetitive Spieler spürbar
Wichtig ist das Zusammenspiel mit dem Monitor. Eine hohe Bildrate bringt nur dann etwas, wenn dein Bildschirm sie auch darstellen kann. Ein 60-Hertz-Monitor zeigt maximal 60 Bilder pro Sekunde, egal wie viele die Grafikkarte liefert. Für höhere Bildraten brauchst du einen Monitor mit entsprechend hoher Bildwiederholfrequenz, etwa 144 oder 240 Hertz.
Neben dem reinen Flüssigkeitsgefühl gibt es einen praktischen Vorteil hoher Bildraten: geringere Eingabeverzögerung. Bei mehr Bildern pro Sekunde wird das Bild häufiger aktualisiert, sodass deine Aktionen schneller sichtbar werden. In schnellen Shootern kann das den Unterschied ausmachen, weshalb kompetitive Spieler hohe Bildraten anstreben, auch wenn das Auge den Sprung von 144 auf 240 nicht mehr so deutlich wahrnimmt wie den von 30 auf 60.
Für dich heißt das: Wähle die Bildrate passend zu deinem Monitor und deinen Spielen. Für gemütliche Einzelspieler-Titel reichen oft 60 Bilder pro Sekunde, für schnelle Multiplayer-Spiele sind mehr sinnvoll. Welche Bildraten deine Hardware in einem konkreten Spiel erreicht, schätzt du mit dem FPS-Schätzer ab. So siehst du, ob deine Kombination dein Monitorziel erreicht.
Ob deine CPU und Grafikkarte zueinander passen, um hohe Bildraten zu liefern, prüfst du im Bottleneck-Rechner. Welche Grafikkarte für welche Bildrate und Auflösung geeignet ist, siehst du unter Grafikkarten. Passende Empfehlungen für hohe Bildraten liefert die Grafikkarten-Kaufberatung.
Kurz zusammengefasst: Ab etwa 24 Bildern pro Sekunde wirkt Bewegung flüssig, für Gaming sind 60 Bilder pro Sekunde ein guter Standard und 120 bis 144 spürbar besser. Eine harte Obergrenze gibt es nicht, kompetitive Spieler profitieren auch von noch höheren Werten durch geringere Eingabeverzögerung. Wichtig ist, dass dein Monitor die Bildrate auch darstellen kann.
